‘Darf ich gehen?’ klingt es in meinem Kopf. ‘Darf ich endlich gehen?’ rufe ich mir selber zu. So leise und so sanft. Doch die harten Worte klingen bis zu meinem Bewusstsein durch. Wollen ausbrechen. Wie Brieftauben aus ihren Käfigen. Wollen ausgesprochen werden. Doch ich kenne die Antwort schon. Ich kannte sie schon vor langer Zeit. Und ich weiß, dass dieses Wort schmerzhaft klingen wird aus deinem Mund. Das mich dieses Ja zerstören wird. Diese simulierte Mauer einreißt. Denn es ging die ganze Zeit schon nur um das Gehen. Ich verstecke mich, verschließe die Augen vor den Wahrheiten. Vor den Tatsachen. Stolper nun auf dem Weg des Abschiedes entlang. Ohne, dass du mich wirklich jemals darum gebeten hast. Laufe, weil ich laufen muss. Weil es der einzige Weg ist der mir bleibt. Hinter mir die Tür, die aus der Zeit mit dir rausführte. Mit schnellen Schritten lasse ich sie hinter mir. Doch jedesmal wenn ich mich umdrehe, kommt es mir so vor als würde sie mir folgen. Als würde sie an mir haften.
Das Schlimme an allem ist nicht der Weg, nicht die Erinnerungen und auch nicht diese Tür. Das Schlimme ist, dass du hin und wieder einen Spalt öffnest um hindurch zu mir zu gucken. Um zu sehen ob ich es schaffe. Ob es mir gut geht. Das ist dann wieder einer dieser Momente, in denen ich stehen bleibe. Auf meinem Platz verweile und zurückblicke. Die Tür sehe. Dich sehe. Dann fühlt es sich für mich so an, als wäre ich keinen Schritt gelaufen. Als hätte ich mich nicht von der Stelle bewegt. Und wenn ich ehrlich bin, werde ich es nie verstehen. Weil ich mich verschließe, vor der Welt. Vor dir. Und mir immer nur eine Frage stelle: ‘War es richtig zu gehen?’.
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